Studienwoche FASCINATING INFORMATICS

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Abschlussveranstaltung an der FHNW Brugg-Windisch. (Foto: Departement Mathematik und Informatik)

Vom 06. September bis zum 11. September hat die jährliche Studienwoche Fascinating Informatics, ein Angebot von Schweizer Jugend Forscht für Jugendliche von 16 bis 20 Jahren, stattgefunden. Neben der Universität Bern, der FHNW Brugg-Windisch, der Università della Svizzera Italiana (USI) und der SBB hat zum zweiten Mal auch der Fachbereich Informatik des Department Mathematik und Informatik der Universität Basel ein Programm angeboten.

Nach erfolgreicher Anmeldung wurden die Teilnehmenden in Gruppen eingeteilt und den verschiedenen Institutionen zugewiesen. Der Fachbereich Informatik des Departement Mathematik und Informatik durfte dieses Jahr Carlo Crespi, Domenik Müller, Pascal Streit und Renas Sahin begrüssen. Nach der ersten Nacht in einer Basler Jugendherberge und einem gemeinsamen Znacht machten sich die Teilnehmer an die Arbeit.

Pascal und Renas, unterstützt von Prof. Florina Ciorba, Tutor Simon Dold und Doktorand Ahmed Eleliemy, haben an dem Projekt «Intelligent Guardian» gearbeitet. Ziel des Projekts war es, ein Frühwarnsystem zu entwickeln, das Personen von Gegenständen unterscheiden kann und eine Benachrichtigung an einen festgelegten Empfänger versendet, sobald eine Person erkannt wird. Ein solches System könnte beispielsweise im eigenen Vorgarten angewendet werden, um Anwohner zu benachrichtigen, wenn dort eine fremde Person erkannt wird. Ein intelligentes System, das Personen zuverlässig von anderen Gegenständen und Lebewesen zu unterscheiden weiss, kann zielgerichtet arbeiten. So würden Anwohner nur beim Auftauchen einer fremden Person im Vorgarten benachrichtigt werden, nicht aber, wenn die Nachbarskatze durch den Vorgarten stromert. Um die verschiedenen Aufgaben, die das System zu erledigen hat, möglichst effizient zu verteilen, haben sich Pascal und Renas parallele Prozesse zu nutzen gemacht. Dadurch werden verschiedene (Teil-) Aufgaben so verteilt, dass sie gleichzeitig bearbeitet werden können. Durch die Übertragung ihres Frühwarnsystems auf den Microcluster, konnten diese parallelen Prozesse sichtbar gemacht werden.

Carlo und Domenik, unterstützt von Prof. Christian Tschudin und Tutor Carlos Tejera, haben an dem Projekt «Social media without servers» gearbeitet. Ziel des Projekts war es einen Chatroom zu erschaffen, in dem ohne Internet kommuniziert werden kann und ausserdem festzustellen, über welche Distanzen hinaus die Kommunikation aufrechterhalten werden kann. Eine einfache Benutzungsschnittstelle, bestehend aus einem Eingabefeld und einigen essenziellen Buttons, war bereits gegeben. Mittels LongFi konnten in diesem Chatroom Nachrichten übermittelt werden. Im nächsten Schritt errichteten Carlo und Domenik auf dem Dach des Departements eine Antenne, um von dort aus bis zu ihrer Jugendherberge zu kommunizieren. Diese Distanz konnten sie jedoch vorerst nicht überwinden.

Nach einer Woche intensiver Arbeit kamen am Freitagnachmittag alle 21 Teilnehmenden, die dieses Jahr an insgesamt 10 Projekten gearbeitet haben, an der FHNW Brugg-Windisch zusammen, um ihre Projekte zu präsentieren und sich ihre gegenseitigen Fragen zu beantworten.

Und das persönliche Fazit? Pascal, Renas, Carlo und Domenik würden die Studienwoche allesamt weiterempfehlen und können sich zum Teil auch vorstellen in der Zukunft Informatik zu studieren.